Die Geschichte/Historie der Haartransplantation – von damals bis heute

Bereits seit dem achtzehnten Jahrhundert informierte man über Hautteil-Transplantation angewendet bei Menschen, wie Tieren. Die Resultate, sowie Erfolge waren unterchiedlich und danach gab es jahrelang kaum nennenswerte Veränderungen.

Doktor Okuda

Der in Jaban geborene Hautarzt Okuda informierte 1938 das erste Mal über die Punchtechnik bei Haartransplantation. Dabei verwendete er kleine Punche, sprich Hautzylinder mit denen er Hautteile mit Haarwurzeln entnahm und an anderen Stellen wie den Augenbrauen oder in den Bart einsetzte. Dabei ließen die umverpflanzten Hautteile an der Empfangsstelle ebenso Haare sprießen.  Die Einschränkung der Methode von Dr. Okuda war jedoch, dass er diese Methode ausschließlich für Brandopfer einsetzte. Nicht berücksichtigt hatte er die Behandlung der erblichen Alopezie.

Doktor Tamura

Schon im Jahr 1943 informiert ein aus Japan stammender Hautarzt von der Verpflanzung von kleinen Grafts, welche nur noch aus einem bis drei Haare bestanden. Allerdings sah dieser Arzt seine Methode eher nur für das weibliche Geschlicht geeignet. Die Entnahme der kleinen Grafts fand durch die Entnahme eines Streifen in der Form einer Ellipse statt, was den heute immer noch oftmals durchgeführten Haartransplantationen in der Tat ähnlich ist.

Beide Techniken, also ob nun von Dr. Okuda, als auch von Dr. Tamura wurden damals in Japan veröffentlicht, gerieten jedoch wohl durch den 2 Weltkrieg in Vergessenheit.

Doktor Orentreich

Wiederentdecker der Haartransplantation oder auch Haarverpflanzung war dann Doktor Orentreich 1959. In diesem Jahr publizierte er in den USA seine Entdeckungen bezüglich Haartransplantationen.

Clou seiner Entdeckungen war, dass Haare welche aus dem  Haarkranz entnommen und auf vormals kahle Stellen eingesetzt wurden, auch dort Ihren Code „Unempfindlich“ behielten und dauerhaft weiterwachsen. Damit konnte man somit dem erblichen Haarausfall eine Schnippe schlagen!

Er behandelte somit ab dann den klassischen erblichen Haarausfall, wobei er jedoch die Haare im Haarkranz damals noch mit recht großen Zylindern entnahm, sozusagen ganze Hautteile mit Haaren. Gar war damals dessen Ziel so viele Haare wie möglich mit einem Graft zu transplantieren und Hintergrund, dass man damals der Meinung war, dass dann womöglich die Transplantate besser anwachsen. Jahrelang, bis in den 90 er Jahren hat sich dieses Denken nicht groß verändert und Dr. Orentreich wie Dr. Okudas Verfahren wurden sicher gute 30 Jahre von vielen Haartransplantations-Kollegen genutzt.

Allerdings fingen schon in den 80 er Jahren einige Haartransplantations-Chirurgen damit an, Grafts zu transplantieren welche weniger Haare beinhalteten, mit dem Ziel, dass die Ergebnisse schöner und natürlicher werden. Es folgen dann nach sogenannten Mini-Transplantate die Micro-Transplantate, welche dann nur noch aus einem – vier Haarfollikel bestanden.

Professor Doktor Uebel

Dieser wird gerne als Pionier der klassischen Streifenhaarverpflanzung mit Einsetzung Mini und Micro-Transplantate bezeichnet. Dabei entnahm er einen größeren Hautstriefen mittels Skalpell aus dem festen Haarkranz und zergliederte diesen Hautstreifen in die sogenannten Mini und Micro-Transplantate (oder Mini/Micro-Grafts genannt), welche dann ungefähr 4-8 bzw. 1 – 4 Haarfollikel enthielten. Durch dieses Verfahren wurde die Natürlichkeit der Resultate merklich gesteigert.

Doktor Limmer

Einer der ersten Haarchirurgen der begann mit hochauflösenden Mikroskopen zu arbeiten. Dabei stellte er jedoch schnell fest, dass Haare in den sogenannten Follikulären Einheiten wachsen, sprich natürliche Bündelungen des Haares von 1 – 4 Haaren. Diese Bündelungen bezeichnete er eben als Follikuläre Einheiten, welche Begrifflichkeit heute noch verwendet wird. In der Zeitschrift „Hairtransplant-Forum“ publizierte er 1991 genau das, was man heute klassisch als FUT bezeichnet, sprich die Follicular Unit Transplantation

Doktor Woods und die Woods Technik bzw. FUE

Was heute als FUE, sprich Follicular Unit Extraction bezeichnet wird, hat nach eigenen Angaben Doktor Woods bereits seit 1991 praktiziert. Deswegen gilt er als einer der Pioniere für FUE. Hintergrund, dass er die Follikulären Einheiten mittels feinen Hohlnadeln von 0.75 – 1.00 mm entnimmt, anstatt in einem Hautstreifen, oder mittels der Punchtechnik von 3-5 mm im Durchmesser.

Höchstwahrscheinlich sind Ray und Angela Woods, ein Geschwister-Paar, die ersten die mit dieser Methode operierten.

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